IMMER WIEDER WURDE AN DER STRUKTUR, BEWAFFNUNG UND AUSRÜSTUNG GEARBEITET

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In der darauf folgenden Periode bis ins Jahr 1986 gab es im Wesentlichen folgende Veränderungen: Die Begleitbatterie wurde bereits Mitte der 1960er Jahre aufgelöst, und aus dem Pionierzug wurde ein Sprengtaucherzug formiert, der später im Jahr 1978, zeitweise bis zum Jahr  1983/84, der 3. FJK angegliedert war. Mit Beginn des Jahres 81 wurde eine 4. FJK gebildet, die mit drei Fallschirmjägerzügen zu je drei Gruppen zeitweise die stärkste Einheit des Truppenteils darstellte.

Diese Kompanie wurde eigens zur Bewachung des damaligen Ministers für Nationale Verteidigung und von Kollegiumsmitgliedern des Ministeriums gebildet. Da sich für diese Einheit erhebliche Schwierigkeiten auftaten, was die Vereinbarung von Wachaufgaben und Ausbildung betraf, wurde die Einheit im Jahr 86 umstrukturiert. Die Aufgaben der Ministerwache  nahmen daraufhin alle Fallschirmjägerkompanien  wahr.

Die Bewaffnung der Fallschirmjägergruppen bestand später aus der Mpi KmS, der Pistole M, je zwei RPG-7, einem lMG und einem SSG/D (Scharfschützengewehr Dragunow). Schrittweise wurden die FJK mit je sechs LKW LO „Robur“ ausgerüstet. Jedes Fahrzeug hatte einen Einachsgabelanhänger, auf dem die Fallschirmausrüstung der Gruppe sowie ein Teil des Kampfsatzes an Munition verladen war. Somit waren die EG in Hinsicht des Transportes und der Sicherstellung mit Ausrüstung und Munition relativ autark und hätten auch einzeln eingesetzt werden können. Das war ein wesentliches Moment der Einsatzfähigkeit derartiger Gruppen.

Die FJK und der Sprengtaucherzug stellten die Kampfeinheiten der Truppe dar, wobei ein dezentralisierter Einsatz der Taucher im Rahmen der EG möglich gewesen wäre. Die Angehörigen des Funkzuges der Nachrichtenkompanie wurden auf die EG aufgeteilt, so dass jede EG über einen Funker verfügte. Der Nachrichtenzug stellte die Verbindung zu den EG sicher. Der Stab des Bataillons war vorbereitet, im Falle eines möglichen Einsatzes — aufgegliedert in drei operative Gruppen — die EG im Interesse des Vorgesetzten auf einen möglichen Einsatz vorzubereiten und diese zu führen. Der Unteroffiziersausbildungszug bildete in einem 10-monatigen Lehrgang die Unteroffiziere für die Fallschirmjägerkompanie aus. Der Reservistenausbildungszug hatte die Aufgabe, Reservisten des Truppenteils auszubilden.

Die Soldaten und Unteroffiziere der FJK, des Sprengtaucherzuges und der Nachrichtenkompanie waren Soldaten auf Zeit, mit einer dreijährigen Dienstzeit. Diese Soldaten durchliefen in der Regel eine vormilitärische Ausbildung in der GST (Gesellschaft für Sport und Technik), wo sie auf die notwendigsten militärischen Anforderungen zielgerichtet vorbereitet wurden. Das betraf die physische und allgemeinmilitärische Ausbildung. Speziell wurden die zukünftigen Fallschirmjäger im Fallschirmsprung, Tauchen und in der Nachrichtenausbildung vorbereitet. Das schuf für die Ausbilder im FJB sehr günstige Voraussetzungen, schnell eine gewisse Geschlossenheit der Gruppen, Züge und Kompanien nach erfolgter Einberufung herzustellen.