UMDISLOZIERUNG, UMPROFILIERUNG – SCHWERE JAHRE

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Die wohl markanteste und auffälligste Periode im Leben des Fallschirmjägertruppenteils erlebten wir in den Jahren 1981 bis weit in die 1980er Jahre hinein. Die Idee, den Truppenteil an einen anderen Standort zu verlegen, war bereits in den 1970er Jahren immer eine „drohende“ Option. Aus operativ-taktischer Sicht war der Standort Prora mehr als nur unzweckmäßig. Folgerichtig wurde das FJB-40 — mit dem Jahr 1981 beginnend — schrittweise umdisloziert und fand eine neue Heimat in Lehnin.

Das war eine komplizierte Zeit, wo die Einheiten knapp zwei Jahre unter spartanischen feldmäßigen Bedingungen auf einem Truppenübungsplatz ihren Dienst versahen, ehe das Bataillon im Oktober 1983 feste Unterkünfte beziehen konnte. Diese Zeit war gekennzeichnet durch Stagnation in der Ausbildung und vor allem durch einen Aderlass an hervorragenden Ausbildern, welche die Insel Rügen nicht verlassen wollten. Improvisation war das tägliche Thema im Leben, in der Ausbildung und im Dasein der Fallschirmjäger auf märkischem Sandboden und zwischen Kiefern. Der geliebten Ostsee trauern wir Fallschirmjäger noch heute nach.

Gleichwohl begann 1983 mit dem Einzug in frisch renovierte Unterkünfte — mit einer für damalige Verhältnisse hochmodernen Ausbildungsbasis — ein völlig neues Dasein der Fallschirmjäger. In der Zeit, in denen die Angehörigen des Truppenteils auf dem TÜP Lehnin lebten und dienten, schufen sie sich — geführt durch das Kommando der Landstreitkräfte — teils durch Eigenleistung eine bemerkenswerte Basis für die Ausbildung.

In den Unterkunftsblöcken gab es für jede Einheit ausreichend Lehrklassen in allgemeiner Form oder aber ausgerichtet auf die speziellen Ausbildungsfächer, wie Taktik oder Schießausbildung. Das Bataillon verfügte über eine eigene Sporthalle, einen großen Kraftraum und eine spezielle Nahkampfhalle.  Außerhalb  des  Objektes  gab  es einen Sportplatz, eine hochmoderne  Sturmbahn,   einen Nahkampfgarten,  einen  Pionierausbildungsplatz, den Fallschirmausbildungsplatz  und ein eigenes Ortskampfobjekt.